ROZZ Häufige Fragen

Wozu dient die ROZZ Website?

Zur Vergangenheitsbewältigung und als Gedächtnistraining (-stütze).

Als Sammelsurium für ROckjaZZ-Fans und Nostalgiker.

Als Informationsquelle zum Revivalkonzert ROZZ & RIFF in der UFA-Fabrik am 04./05.12.2009 in Berlin-Tempelhof.

Was hat die Berliner Band ROZZ für Musik gemacht?

Eine Mischung aus Rock und Jazz, Funk und Latin, später häufig als „Fusion” bezeichnet. Vorwiegend eigene Kompositionen und gelegentlich Arrangements ausgewählter Standards (Birdland, In The Mood, Stratus).

Welche Besetzung hatte ROZZ?

Christian Brandt (dr),
Hardy Kürbihs (perc),
Knut Jens – (b),
Jörg Kleine-Tebbe – (keys),
Wolfgang Müller – (g).
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Abb. von links nach rechts:
b, perc, g, keys mit Wolfgang´s Lilli, dr und Thomas Pruchnik.

Später (seit 1982) ergänzte Frank Lüdeke (as, fl, ss) die Band.

Im letzten Jahr 1983 holte ROZZ zusätzliche Bläser dazu:

Herbie H. Hart (ss, ts),
Chuck Purrington (tr, fh) bzw. Jürgen Scheele (tr, fh).

Warum gab es keinen Gesang bei ROZZ?

Keiner der Musiker verfügte über brauchbare Texte.
Wichter noch: Keiner hatte ein dringendes Mitteilungsbedürfnis.
Außerdem: Keiner der Bandmitglieder wollte oder konnte singen.

Was war Besonderes an der Band ROZZ?

Die Kunst, mit einer Nischenmusik ein größeres Publikum zu erreichen. Schließlich war für jeden etwas dabei: Rockiges für die Rock-Liebhaber, Jazziges für die Jazzpolizei, Grooviges zum Tanzen, Polyrhythmik für die Mathematiker, Polyphonie für die Analytiker, Klamauk für die Spaßvögel, alternatives Outfit für die Szene.

Welchen Stellenwert hatte ROZZ für den Rest der Welt?

Das kommt auf den Standpunkt an. Der Impact war limitiert; ein Szeneprodukt für die Szene, Musik für Musiker. Allerdings gab es Einzelpersonen, die wegen ROZZ selbst Musiker wurden (Zeichen von Leichtsinn oder Intelligenz?).

Warum hat die Band das Konzept von ROZZ 1983 auf Eis gelegt?

Eine gewisse Ermüdung durch den größer werdenden Apparat mit Bläsern, Zweifel an der Tragfähigkeit des Konzeptes und der Wunsch einiger Bandmitglieder mit Gesang zu arbeiten.

Tatsächlich probten die Musiker von ROZZ 1983 eine Weile mit Wiglaf Droste, Sprachprovokateur aus Bielefeld, bevor sie ihn wegen zweifelhafter gesanglicher Qualitäten (der Anspruch hing hoch in den 80ern!) verabschiedeten. Historische Demoaufnahmen schlummern noch in alten Kartons; bisher hatte niemand Interesse, diese „Schätze” zu bergen. Auch die Berliner Sängerin und Schauspielerin Anna Bolk probte 1985 eine Weile mit den Ex-Musikern von ROZZ; zu einem Auftritt kam es nie.

Weshalb gibt es ein Revival-Konzert mit ROZZ 25 bzw. 30 Jahre später?

Einige der Musiker von ROZZ sind davon überzeugt, dass das damalige Material auch heute noch Bestand hat. Es lockt die Versuchung, die alten Arrangements mit der heutigen Spielerfahrung aufzuführen. Ziel: Kein mittelmäßiger Aufguss einer abgehalfterten Rentnerband, sondern eine energiegeladene Präsentation auf höchstem, musikalischem Niveau.

Was hat ROZZ mit RIFF zu tun?

Benachbarte Übungsräume am Paul-Lincke-Ufer in Berlin-Kreuzberg, gemeinsame Konzerte und gegenseitige Unterstützung der Musikerkollegen (manche sagten damals „Genossen”). Jörg Kleine-Tebbe (von ROZZ) sprang an den Keyboards bei RIFF ein; Johannes Theurer (früher RIFF) holte ab und an für ROZZ bei Zitty, dem alternativen Berliner Stadtmagazin, die Kohlen aus dem Feuer.

FestivalankuendigungJustFriends1979